Archiv

25 Jahre Kunstfreunde

Ein kunstvolles Vierteljahrhundert

Plakatausstellung und Finissage zum Jubiläum der Crailsheimer Kunstfreunde

25 Jahre, über 70 Ausstellungen, Kunstfahrten, Atelierbesuche, Kunstwettbewerbe, städtische Projekte und andere Veranstaltungen – die Bilanz der Crailsheimer Kunstfreunde aus einem Vierteljahrhundert liest sich gut und abwechslungsreich.

Die Grundidee war, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, Künstler von außen nach Crailsheim zu holen und mit ihnen in Austausch zu treten. Dafür fanden sich schnell viele engagierte Mitstreiter, sodass 1990 der Verein Crailsheimer Kunstfreunde e.V. gegründet wurde. Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst ist sein Anliegen. Dieses wird mit Unterstützung der Stadt Crailsheim, des Stadtmuseums im Spital sowie vieler Sponsoren und Helfer, regelmäßig in die Tat umgesetzt. Arrivierte Künstler wie Hrdlicka, Ungerer, Willikens, Swiridoff, Deacon, Holderried-Kaesdorf, Hien oder Prior wurden ebenso gezeigt wie die Werke junger aufstrebender Kunstschaffender und die aktuellen künstlerischen Positionen von Studierenden der Kunstakademien. Nun wird nach 25 Jahren, in denen der Verein zum festen Bestandteil der Crailsheimer Kunst- und Kulturszene geworden ist,  zurückgeblickt.

Die Plakate aller Ausstellungen bieten dabei Gelegenheit zur Erinnerung. Gezeigt werden sie im Forum unter den Arkaden im Rathaus Crailsheim von Mittwoch, 17. Juni bis Sonntag, 05. Juli 2015. Als besonderer Schlusspunkt findet am letzten Sonntag, 05. Juli ab 18:00 Uhr eine Finissage statt, bei der unter anderem Gründungsmitglieder und aktuelle Verantwortliche des Vereins im moderierten Gespräch zurückschauen und dabei manche der Ausstellungen und deren Protagonisten lebendig werden lassen. Dazu sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen.

 

Anne Büssow

„nothing is on my mind“

Holzschnitte von Anne Büssow

Am Freitag, 22. Februar 2013, um 19.30 Uhr, eröffnen die Crailsheimer Kunstfreunde im Stadtmuseum im Spital Crailsheim die diesjährige Frühjahrsausstellung. Unter dem Titel „nothing is on my mind“ werden Holzschnitte der aktuell in Wuppertal lebenden Künstlerin Anne Büssow gezeigt. In die Arbeiten der Künstlerin führt Werner Meyer, der Leiter der Kunsthalle Göppingen ein.

Der zunächst rätselhaft erscheinende Titel ist ein Zitat des amerikanischen Autors Robert Lax, mit dessen Texten sich Anne Büssow intensiv beschäftigt. Originalgraphische Bücher, handgedruckt, handgebunden und der Text im Bleihandsatz gesetzt, sind ein Schwerpunkt der zu sehenden Arbeiten.

Ebenso spannungsreich wie die Gegenüberstellung von Text und Bild ist die Verwendung verschiedener Drucktechniken. Dabei stellt die Künstlerin klassische Holzdrucke experimentellen gegenüber. Großformatige, auf Tuch gedruckte Holzschnitte korrespondieren mit Holzdrucken auf Keramik, gedreht und gebrannt von der Kirchberger Töpfermeisterin Birgit Flad. Beide Werksgruppen laden zum erkunden ein und gewähren immer wieder neue und überraschende Eindrücke, die aus der Bewegung des Betrachters resultieren.

Ergänzt werden diese durch großformatige Holzschnitte auf Leinwand, die Verbindungen von dem klassischen, scharfkantigen Holzdruck und zeichnerischen bis malerischen Überarbeitungen zeigen.

„nothing is on my mind“
Holzschnitte von Anne Büssow

22. Februar – 14. April 2013
Stadtmuseum im Spital
Spitalstraße 2
74564 Crailsheim
Tel. 07951/9464-0
Fax 07951/9464-19
info.stadtmuseum@crailsheim.de

Öffnungszeiten
Mittwoch 9.00-19.00 Uhr
Samstag 14.00-18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag 11.00-18.00 Uhr
Karfreitag geschlossen

Alexandra Huber

Alexandra Huber

„All die Jahre – Werke aus zwei Jahrzehnten“

Dauer: 09.10.2015-26.11.2015
Eröffnung: Freitag, 09.10.2015, 19.30 Uhr
Einführung: Susanne Meier-Faust, Kunsthistorikerin Freiburg

Die Ausstellung „All die Jahre – Werke aus zwei Jahrzehnten“ zeigt Acrylarbeiten, Collagen und Zeichnungen der Münchner Künstlerin Alexandra Huber. Bei der Eröffnung am 9. Oktober, um 19.30 Uhr führt die Kunsthistorikerin Susanne Meier- Faust in das Oeuvre der Künstlerin ein.

Ob farbenfroh oder kontrastreich, flächig oder linear – die Werke Alexandra Hubers strahlen alle eine urspüngliche Kraft aus. Durch den bewussten Verzicht auf Keilrahmen wird dieser Eindruck zusätzlich verstärkt. Die Arbeitstechnik ist vielfältig: Huber malt, schreibt, zeichnet und ritzt die figürlichen Motive häufig auf fasriges oder zerknittertes Papier. Die Kompositionen erinnern häufig an die Art brut, wie sie beispielsweise Jean Dubuffet geprägt hat.

Armin Rohr

Armin Rohr

Ausstellungseröffnung: Freitag, 12. Oktober 2012
Ausstellungsdauer: 13. Oktober – 18. November 2012
Stadtmuseum im Spital Crailsheim

Farbe, Linie und Struktur sind die dominierenden Elemente in der Malerei Armin Rohrs. Seine Bilder wirken bunt und teilweise poppig, die Farbigkeit verändert sich im Malprozess, die Struktur gewinnt und verliert an Dynamik – alles in allem scheinen sich die Darstellungen in einer Art Fluss zu befinden. Der so sichtbar gemachte bzw. belassene Malprozess schafft eine Parallelität von Entstehung und Ergebnis, Vorgang und Zustand, wodurch die Arbeiten eine große Spannung ausstrahlen.

Trotz deren Dominanz tritt das Motiv nicht hinter den drei Hauptelementen zurück, um sich in einer abstrakten Komposition zu verlieren. Es scheint vielmehr das verbindende Glied zwischen diesen zu sein. Es gibt ihnen wie eine Art Abgrenzung zum Abstrakten Raum ein neues Handlungs- und Wirkungsfeld.

In der Crailsheimer Ausstellung werden die neuen Arbeiten des Künstlers gezeigt, zu sehen im Badhaus des Stadtmuseums. Zur Eröffnung am Freitag, 12. Oktober 2012, um 19.30 Uhr wird der Künstler selbst in seine Werke einführen. Die Crailsheimer Kunstfreunde laden alle hierzu herzlich ein.

 

Exkursion Januar 2023

Exkursion zum Jahresanfang 2023


Schauwerk Sindelfingen

Ben Willikens – Raum und Gedächtnis

Die große Retrospektive des bedeutenden deutschen Künstlers mit über 100 Arbeiten aus allen Schaffensphasen aus Museums- und Privatbesitz! Ben Willikens beschäftigt sich in seinen Gemälden und Zeichnungen seit über 50 Jahren mit Raum und Architektur. Er war von 1999 bis 2004 Rektor der Akademie für Bildende Künste in München und lebt und arbeitet nun in Stuttgart und Wallhausen. Sein wohl berühmtestes Werk, das menschenleere Abendmahl, ist ebenfalls in der Werkschau zu sehen.

Chiharu Shiota – Silent World 

Die international gefeierte japanische Künstlerin lebt seit Ende der 1990er Jahre in Berlin. In ihrer Kunst setzt sie sich mit universellen Themen wie Leben, Tod, Heimat und Angst auseinander. Eigens für das Hochregallager des SCHAUWERK Sindelfingen entwirft Chiharu Shiota eine 15 Meter hohe faszinierende Installation aus ineinander verwebten Fäden. Ergänzt wird die Schau durch Objekte, eine Leinwandarbeit und Zeichnungen.

 

Marli Hoppe-Ritter Museum Waldenbuch

Sakir Göcebag – TWIST & TURNS
Sakir Gökcebag hat in seiner Kunst zu einer erfrischenden originellen Spielart des Minimalismus gefunden. Seine Werke bestehen aus einfachen Gegenständen des täglichen Gebrauchs. Simple Alltagsobjekte wie Kleiderbügel, Regenschirme oder Toilettenpapierrollen arrangiert der Künstler zu subtilen Kompositionen, die sich an der Schnittstelle von Abstraktion und Gegenständlichkeit bewegen.
Gökcebag erhielt u.a. den Staatspreis für Malerei und Skulptur Ankara, den Markus-Lüpertz-Preis der Kunstakademie Düsseldorf. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

TUTTO BENE!

Italienische Kunst aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter
Die Ausstellung widmet sich dem spezifischen Beitrag Italiens zur Abstraktion und Gegenstandslosigkeit in der Kunst. Über 70 Bilder, Reliefs, Objekte und kinetische Werke vermitteln einen Eindruck davon, wie unterschiedlich die Prinzipien der Geometrie und Mathematik künstlerisch interpretiert werden können.

 

Terminierung und Ablauf:
Sonntag, 08. Januar 2023         

09.00 Uhr     Abfahrt Volksfestplatz an der Hakro Arena
11.30 Uhr     SCHAUWERK Sindelfingen:
                     Führung durch die Ausstellung Ben Willikens
12.30 Uhr     Mittagspause im Museumscafé
13.30 Uhr     Führung durch die Ausstellung Chiharu Shiota
14.45 Uhr     Weiterfahrt
15.15 Uhr     Marli Hoppe-Ritter Museum Waldenbuch:
                     individueller Rundgang durch die Ausstellungen und Pause im Museumscafé.
17.00 Uhr     Rückfahrt nach Crailsheim
19.00 Uhr     Ankunft am Volksfestplatz

Preis 60,- EUR pro Person inkludiert
Fahrt im 3-Sterne-Reisebus der Firma Marquardt (48-Sitzer)
Eintritte in die Museen und 2 Führungen in Sindelfingen
Kleine Gruppen bei den Führungen (maximal 12 Personen)

Die Teilnehmerzahl ist auf 24 Personen beschränkt!
Anmeldung bis spätestens 27.12.2022 unter emkoch@web.de oder Tel. 07959 385

 

 

Gerard Waskievitz

Gerard Waskievitz

„Hin-Sicht“

Ausstellungsdauer: 11.10.-24.11.2019
Ausstellungseröffnung: Freitag, 11.10. 2019, 19 Uhr

DAS ZWEITE GESICHT
Die Kunst von Gerard Waskievitz

Das künstlerische Oeuvre von Gerard Waskievitz umfasst Werke in den Gattungen Malerei, Zeichnung, Skulptur und Holzschnitt. Dabei steht der Holzschnitt exemplarisch für die herausragende Eigenschaft des Malers zu verdichten. Die im Holzschnitt geronnene Essenz aus Malerei, Skulptur und Zeichnung wird ihm zu einem beinahe aphoristischen Ausdrucksmittel. Er sagt uns das Wesentliche mit wenigen Sätzen.

In seinen Holzschnitten sehen wir den Spiritus der malerischen Idee, den dynamischen Gestus der Skulptur, destilliert auf knapper Fläche, so dass auf den Betrachter der geistige Funke skizzen- und fratzenhaft wie eine platonische Idee überspringt.

Jede Verdichtung bringt eine Beschleunigung mit sich. Die Gesichter haben keine Zeit, um sich zu schonen und ein Lächeln zu formen. Den Körpern bleibt keine Zeit für Entspannung in ewigen Posen. So drängt sich alles im Hier und Jetzt. Es bleibt, es verharrt – der Gegenwart der Betrachtung ausgesetzt. Die ästhetische Wahrheit ist unbequem. An diesem Punkt ist die Kunst von Gerard Waskievitz zeitlos verwoben mit der Ideengeschichte und Kultur des Abendlandes. Hier ist kein Idealist, sondern ein psychologisch tiefgründiger Realist am Werk.

Doch betrachten wir nun seine Malerei, die Farben, das Inventar, die Textur der Bilder von Gerard Waskievitz .Was sehen wir? Was fällt vor allem auf?

Landschaften, die sich weigern wie Landschaften zu funktionieren. Der Blick kann nicht zum Horizont schweifend fliehen – er wird ins Innere des Bildes gesogen. Wir sehen Gegenstände, die sich weigern richtig zu stehen, die sich die Schwerkraft verleugnend krümmen, kippen, in das Bild aus dem Bild – und es gibt kein Entkommen!

Menschen, Frauen, Männer in offenen Räumen mit Symbolen, Gegenständen des Alltags, die jeder Tradition spotten, aber am Menschen haften als Kleidung, als dichte, fließende Farbe als häusliches Inventar oder Element der Natur.

Eine Matratze ist nicht zum Liegen da. Ein Stuhl lädt kaum zum Sitzen ein, wer dennoch sitzt, sitzt wie auf Kohlen. Eine Landschaft will nicht durch naive Wanderer genossen werden – es gibt keine. Alles scheint befleckt, doch liegt es an der Vergangenheit? Handelt es sich um Stillleben oder um klaffende Abgründe?

Gerard Waskievitz gelingt es mit deutlichen pastösen Pinselstrichen, dunklen erdigen Farbtönen, grell leuchtenden Farbaufträgen seinen Bildern eine seelische Tiefe zu verleihen, die die heutige Welt fast gänzlich verloren hat. Beim Betrachten entsteht der Eindruck einen vergessenen Teil seiner selbst wiedergefunden zu haben, den die mediale Alltagskultur so gründlich zuvor ausgewaschen hat. Von diesen Bildern wird man – hat man sie einmal gesehen und sei es nur flüchtig – verfolgt!

Es ist der Anblick der Überraschung, des gänzlich Ungeahnten, der im Geist des Betrachters wie Farbe haften bleibt, als würde der Maler im Kopf des Betrachters sein Gemälde erst vollenden oder unentwegt weiter malen.

Die Malerei Gerard Waskievitz` hat das zweite Gesicht an das man sich zu erinnern versucht, das immer als Fragezeichen über einem schwebt, nachdem man sich umschaut, um es in seiner Flüchtigkeit zu erhaschen.

H. P. Schlotter

H. P. Schlotter

„In Stücken in der Zeit treiben“

Bilder auf Papier und Leinwand

„In Stücken in der Zeit treiben“ hat Horst Peter Schlotter diese Ausstellung in Abwandlung eines Zitats von Robert Musil genannt. Das klingt rätselhaft: „Wer treibt, in welcher Zeit, warum in Stücken?

Stücke, Teile, Objekte, Dinge, Sachen – das sind wesentliche Elemente auf Schlotters Bildern. Es können Fundstücke im Sinne des Wortes sein: der nackte Vogelschädel aus dem Garten, Samen von Früchten, Schoten, Blätter, Bündel, Wurzeln; Gegenstände, die sich über die Jahre im Atelier ansammelt haben, in Zeitungen, Zeitschriften gefundene Bilder oder Relikte von eigenen Arbeiten. „Diese objets trouvés werden aufgehoben, eingelagert, aufbewahrt, in der Vitrine oder im Kopf, und tauchen irgendwann in den Bildern wieder auf“.(Irene Ferchl)

Für die Ausstellung im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital hat H. P. Schlotter eine Auswahl von Arbeiten aus den letzten Jahren zusammengestellt, also auch Stücke aus einem Zeitraum. Dabei sind auch ganz neue Bilder, manche davon sind Palimpseste, Übermalungen von älteren Malgründen. Es sind Arbeiten auf Papier und Leinwand oder Nessel, auch Bildtagebücher werden zu sehen sein.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 04. März 2016, um 19:00 Uhr, im Stadtmuseum im Spital Crailsheim führt Frau Dr. Sabine Heilig in das Werk des Künstlers ein. Der Schwäbisch Haller Klarinettist Hans Kumpf umrahmt die Vernissage musikalisch. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Hinrich Zürn

Hinrich Zürn

Malerei und Zeichnung

17.10.-16.11.2014
Stadtmuseum im Spital, Crailsheim

Ausstellungseröffnung: Freitag, 17. Oktober 2014, 19.30 Uhr, im Stadtmuseum im Spital

Die Malerei Hinrich Zürns wirkt kraftvoll und leuchtend. Seine Landschaften, Interieurs und Stillleben sind realistische Abbildungen, die sich jedoch nicht strikt an Vorlagen halten sondern eine große künstlerische Freiheit in Farbgebung und Ausdruck aufweisen. Es scheint wie eine Art Spiel der Formen und Farbflächen, die in ihrer gemeinsamen Komposition ein kräftiges doch harmonisches Gebilde ergeben.

Der aus Heilbronn stammende Künstler arbeitet mit verschiedenen Techniken, darunter Acryl- und Ölmalerei, Zeichnung, Aquarell u.a. Das klassische zweidimensionale Medium der Malerei erweitert er seit einigen Jahren durch Objekte.

Die Crailsheimer Ausstellung zeigt in den Räumen des Stadtmuseums im Spital Malerei und Zeichnungen Zürns. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 17. Oktober 2014, um 19.30 Uhr statt. Reinhold Weinmann, Kunsthistoriker aus Mannheim, gibt Einblicke in die Werke des Künstlers.

Bild nicht verwendbar

Isabelle Roth

Isabelle Roth

Malerei

Isabelle Roth wurde in Zürich geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München. Ab Freitag, 20. März 2015 sind ihre Werke erstmals im Crailsheimer Stadtmuseum im Spital zu sehen.

Frauen und Mädchen, Gegenstände aus dem Alltagsleben, bekannte Räume – im Augenblick gefangen. Die Malerei Isabelle Roths ist figürlich. Sie zeigt scheinbar alltägliche Menschen und Dinge, die jedoch wie in einer Art Traumzustand schweben und dadurch eine entmaterialisierte und fast transparente Leichtigkeit vermitteln. Die Ölgemälde sind in ihren Darstellungen meist annährend lebensgroß und zeigen mehrere, übereinander gelegte Farbschichten, die u. a. flächenhaft mit Spachtel oder scharf konturiert mit Öl- und Pastellkreiden aufgetragen werden. So entsteht der Eindruck von Parallelität mehrerer Ebenen, wie eine Art Erinnerung, bei der mehrere Versatzstücke ineinander spielen.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 20. März 2015, um 19.30 Uhr laden die Crailsheimer Kunstfreunde alle Kunstinteressierten ins Stadtmuseum im Spital ein. Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister Rudolf Michl wird Dr. Helga Gutbrod, Kunsthistorikerin und Leiterin des Edwin-Scharff-Museums in Neu-Ulm, in das Werk der Künstlerin einführen. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet Tri-o-Klez.

 

Isabelle Roth
Malerei

20.03.-03.05.2015
Stadtmuseum im Spital
Spitalstraße 2
74564 Crailsheim
Tel.: 07951/403-3720
Fax: 07951/403-2720
info.stadtmuseum@crailsheim.de

Öffnungszeiten
Mittwoch: 9.00 -19.00 Uhr
Samstag: 14.00-18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag: 11.00-18.00 Uhr
Karfreitag geschlossen

Verantwortlich
Crailsheimer Kunstfreunde
Manfred Koch
Fasanenweg 7
74586 Frankenhardt

Jeanette Zippel

Jeanette Zippel

Beflügelt- Arbeiten über Bienen

29.09.-11.11.2018
Crailsheimer Kunstfreunde

Nicht erst seit dem Insektensterben beschäftigt sich die Gegenwartskunst mit den Bienen als Thema. Schon seit einem halben Jahrhundert interessieren sich Künstlerinnen und Künstler für den Bienenstaat als soziologisches und ökologisches Phänomen jenseits traditioneller Naturromantizismen. Eine wichtige Vertreterin dieser Kunstrichtung ist die Heidenheimer Künstlerin Jeanette Zippel, die sich seit drei Jahrzehnten mit dem Thema auseinandersetzt.

Ihre künstlerischen Untersuchungen und Interventionen beruhen dabei auf naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, ihren eigenen Erfahrungen als Imkerin und auf intensiven ästhetischen und ökologischen Beobachtungen. In der Ausstellung Beflügelt im Crailsheimer Kunstverein gibt die Künstlerin einen Einblick in das Spektrum ihrer Themen, die von den Nahrungspflanzen der Bienen, über deren Flug- und Kommunikationsformen, ihren Wahrnehmungsweisen und deren sozialer und räumlicher Organisation reicht. Für jedes Thema entwickelt sie eine entsprechende künstlerische Form, wozu sie unterschiedliche Materialien, Techniken und Medien einsetzt. Der Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt, wie der Titel bereits verrät, vor allem bei Arbeiten die sich mit dem Fliegen, Flugformen und Bewegungsmustern beim Fliegen der Bienen beschäftigen.

In großformatigen Kohle- und Pastellzeichnungen aus dem Werkkomplex Zeichnungen vollzieht Jeanette Zippel gestisch die Bewegungen des Flügelschlags von Bienen nach, der in der Form einer 8 erfolgt; während sie die einzelnen Momente eines Flugs wiederum in groß- und kleinformatigen Tuschzeichnungen festhält.

Der Werkkomplex Bienoptik beschäftigt sich damit wie eine Biene die Welt durch ihre Facettenaugen wahrnehmen könnte, was für die Orientierung beim Fliegen sehr wesentlich ist. Diese Arbeiten sind großformatige von Handgefertigte Farbdrucke.

Fächerförmige Collagen mit zarten Bienenwachspapiern aus dem Werkkomplex Bewegungsformen zeichnen Bewegungen beim Fliegen und anderen Tätigkeiten der Bienen nach. Die soziale Organisation der Tiere, die bekanntlich nur als Volk überlebensfähig sind, thematisiert die Künstlerin anhand der architektonischen Hervorbringungen der Bienen: den Waben. Diese Arbeiten aus dem Werkkomplex Wabenbau visualisieren dabei neben der sozialen Organisation der Tiere auch grundlegende Bauprinzipien der Natur.

Als besonderes Highlight dieser Ausstellung hat sie speziell für die Kapelle des Crailsheimer Spitalmuseum die Licht-Rauminstallation Beflügelt konzipiert, die der Ausstellung auch den Titel gibt. Darin macht sie in farblich flirrenden Schattenrissen die eindrucksvollen und zarten Strukturen der Bienenflügel sicht- und erlebbar.

Doch die Künstlerin richtet ihren Blick nicht nur auf die Bienen als Naturwesen, sondern auch auf deren Verhältnis zu uns Menschen, denn wir nutzen und züchten diese Tiere schon seit Jahrtausenden. Für die Künstlerin und Imkerin ist deshalb auch naheliegend, nicht nur Kunst über Bienen, sondern auch für Bienen zu machen. Auf Grundlage ihres Wissens und ihrer Erfahrungen gestaltet sie von Bienen belebte Skulpturen und konzipiert Bienengärten. Besonders in den Gärten gelingt es ihr auf beeindruckende Weise, den menschlichen Besuchern die Lebenswelt der Bienen näher zu bringen und zugleich den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden. Solche Bienengärten hat Jeanette Zippel in den letzten beiden Jahrzehnten in Stuttgart, Heidenheim, Hermannsdorf, Esslingen, Mariposa (Teneriffa) und Freiburg realisiert.

Wie in einem Bienenstaat, in dem sich die unterschiedlichen Aktivitäten vieler Individuen zu einem lebendigen und nachhaltigen Ganzen verbinden, so fügen sich also auch die einzelnen Werkkomplexe zu einem künstlerischen Gesamtwerk, das den Betrachtern einen gleichermaßen differenzierten wie erschöpfenden Einblick in die Welt der Bienen als ästhetisches, soziologisches und ökologisches Naturphänomen gibt.

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Moritz Hasse

Moritz Hasse

Lichtbilder Stadtlandschaften

05.04–9.05.2019
Stadtmuseum im Spital Crailsheim

Der Berliner Künstler Moritz Hasse bereist Großstädte und fotografiert. Dann kehrt er in sein Atelier zurück und übersetzt diese eingefrorenen Momente in Ölmalerei. Mit aus breitem Pinselstrich resultierender Unschärfe lässt er keine fotorealistischen Arbeiten, sondern transformierte Wirklichkeiten entstehen.

Zu sehen sind nicht die Prachtboulevards oder Sehenswürdigkeiten der Metropolen, sondern ihre ganz gewöhnlichen „Allerweltsstraßen und -orte“. Hasse zeigt sie meist ihrer städtischen Vitalität beraubt und menschenleer, getaucht in gleißendes Sonnenlicht, mit langen Schattenwürfen, im Gegenlicht oder mit Spiegelungen auf nassen Straßen: Poetische Bilder voller Sinnlichkeit und dabei von einer prosaischen Ruhe, wie sie einem manchmal ganz früh morgens begegnet, bevor das Leben der Stadt beginnt.

Kein Detail beansprucht besondere Aufmerksamkeit, aber ebenso ist nichts als nebensächlich gekennzeichnet. Alles wirkt alltäglich, verbindlich und erzeugt dennoch zugleich eine seltsame Irritation. In ihrer Konzentration auf den Moment, dem Innehalten an einem spannungsreichen Balancepunkt, der den Betrachter in einem Schwebezustand hält, wirken die Bilder oftmals wie film stills – atmosphärische Momente einer Großstadt, flüchtig, profan und doch hoch ästhetisch.

Peter Jakob Schober

Peter Jakob Schober

Tradition und Moderne

Eine Gemeinschaftsausstellung der Crailsheimer Kunstfreunde und des Stadtmuseums Crailsheim

16. Oktober 2020 – 31. Januar 2021

Peter Jakob Schober – Virtuose der Landschaft, Poet der Farbe, Meister seines Handwerks, Hofmaler der Prominenz. Dies sind nur einige Titel, die dem Künstler aus Gschwend im Lauf seiner Karriere verliehen wurden. Ab 1937 als freischaffender Künstler tätig, wurde er vor allem in den 1950er Jahren durch seine Kunst am Bau bekannt: Er entwarf und schuf zahlreiche Fresken, Sgraffiti, Glasfenster und Mosaiken. Zu diesen zählen auch die 1953 entstandenen Werke im Crailsheimer Rathaus: ein Fresko mit der Darstellung der Crailsheimer Chronik, ein Sgraffito mit Szenen der Zerstörung und des Wiederaufbaus sowie ein Fresko, das Crailsheim als blühenden Markt- und Handelsort zeigt. Diese drei Arbeiten bieten den Ausgangspunt für eine Werkschau Schobers, die nicht nur die bekannten Ölgemälde präsentiert, sondern auch einen Blick auf Zeichnungen, Farbkreiden sowie Aquarelle bietet und darüber hinaus in einer Fotopräsentation eine virtuelle Reise zu den öffentlichen Werken in der Region unternimmt.

Die Crailsheimer Ausstellung zeigt die künstlerische Entwicklung des jungen Kunststudenten zum etablierten Kunstmaler, der als Ehrenmitglied im Künstlerbund Stuttgart sowie Kunstverein Heilbronn, Vorsitzender der Stuttgarter Sezession und Professor die Kunstlandschaft der Nachkriegszeit entscheidend mitgestaltete.

Geboren wurde Schober 1897 als das jüngste von elf Kindern in Gschwend. 1922 absolvierte er bei Christian Landenberger, Heinrich Altherr und Alexander Eckener ein Kunststudium an der Stuttgarter Kunstakademie. Die hier gesetzten Schwerpunkte – Malerei, Komposition und Radierung – bilden die Grundlage dessen, was Schober später in einem eigenen Kunstverständnis umsetzt: Ausgehend von der Natur wird das Gesehene kompositorisch verarbeitet und in einer frei gezeichneten Skizze festgehalten, um anschließend durch in Form gebrachte Farbharmonien eine besondere Vitalität zu erlangen. Die Kunstaufenthalte in Paris und die Auseinandersetzung mit der Kunst der Jahrhundertwende, vor allem mit den Werken Cezannes, prägten ihn zudem nachhaltig. Er nahm auf, was sich in seine Kunstauffassung fügte, und setzte es in einer eigenen Formensprache um. Es entstand ein Kunstausdruck im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

Crailsheim als einer der Orte, in dem Schober als Künstler Spuren hinterlassen hat, bietet dem Stadtmuseum Crailsheim sowie den Crailsheimer Kunstfreunden einen willkommenen Rahmen für eine Gemeinschaftsausstellung, in der über die künstlerischen Arbeiten Schobers hinaus, auch ein Einblick in die Geschichte der Ausgestaltung des Crailsheimer Rathauses gewährt wird. Zudem sollen ein Vortrag, das museumspädagogische Programm sowie die Vorstellung künstlerischer Arbeitstechniken die Ausstellungspräsentation abrunden. Termine sowie genaue Informationen zu den Veranstaltungen werden rechtzeitig bekanntgegeben. Zur Eröffnung der Ausstellung am …, um … Uhr, im … laden wir alle Kunstinteressierten herzlich ein.

Stadtmuseum Crailsheim
Spitalstraße 2
74564 Crailsheim
Tel. 07951 403-3720
Fax 07951 403-2720
info.stadtmuseum@crailsheim.de

Öffnungszeiten
Mittwoch 9.00-19.00 Uhr
Samstag 14.00-18.00 Uhr
Sonn- und Feiertag 11.00-18.00 Uhr

Begleitbroschüre: Kunst im öffentlichen Raum

Simon Dittrich

Simon Dittrich

Malerei – Zeichnung – Skulptur

Die Crailsheimer Kunstfreunde laden am Freitag, 27. April 2018, um 19:00 Uhr zur Eröffnung der Frühjahrsausstellung ins Stadtmuseum im Spital ein. Unter dem Titel „Malerei – Zeichnung – Skulptur“ werden Werke des Stuttgarter Künstlers Simon Dittrich gezeigt.

Simon Dittrich hat als herausragender Zeichner und Druckgraphiker in seiner Kunst eine besondere Formensprache entwickelt: Seine stets figurativen Arbeiten zeigen Märchenhaftes, Historisches als auch Zeitgenössisches, das in einem Spiel aus Farbfläche und Linie eine besondere Wirkung entfaltet. Die Ausdrucksweise bewegt sich zwischen eindeutiger Zuordnung und grotesker Verfremdung und zwingt den Betrachter zum genauen Hinsehen und Nachdenken. Der in Stuttgart lebende Künstler, dessen Werke in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen zu finden sind, zeigt seine Werke erstmals in Crailsheim.

Zur Ausstellungseröffnung wird Dr. Tobias Wall in die Werke des Künstlers einführen. Für die musikalische Umrahmung sorgt das Klarinettenensemble Klarissimo. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Stadtmuseum im Spital Crailsheim
Spitalstraße 2
74564 Crailsheim
Tel. 07951 403 3720

Ausstellungsdauer
27. April – 06. Juni 2018

Öffnungszeiten
mittwochs 9.00-19.00 Uhr, samstags 14.00-18.00 Uhr, sonntags 11.00-18.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Thomas Hildenbrand

Thomas Hildenbrand

Skulpturen

09.12.2016-05.02.2017
Stadtmuseum im Spital

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 09.12.2016, um 19.00 Uhr, laden Sie die Crailsheimer Kunstfreunde herzlich ein.

Der Bildhauer Thomas Hildenbrand arbeitet mit Holz und bewegt sich in der Formsprache seiner Skulpturen zwischen Tradition und Moderne. Die stets gegenständlichen Arbeiten sind farbig gefasst und erinnern z. T. an barocke Putti, prunkvolle Frauenfiguren oder Torsi. Gleichzeitig entfalten sie jedoch eine eigene, moderne, teilweise fast surreale Wirkung. Diese lässt den Betrachter in der Schwebe – sozusagen zwischen bekannten Formen und einem völlig neuen Ausdruck – was den besonderen Reiz der Arbeiten ausmacht. Das verweist nicht zuletzt auch auf das Spannungsfeld von Hildenbrands Tätigkeit – einerseits als freier Künstler und andererseits als Kopist alter Holzskulpturen.

Wer Interesse an einer Begegnung mit dem Künstler hat, bekommt während der Ausstellungsdauer zweimal die Gelegenheit dazu. Am Mittwoch, 11.01.2017, um 19.00 Uhr, erläutert Thomas Hildenbrand die „Historische Bildhauertechnik am Beispiel ausgestellter Objekte“. Und bei der Finissage am Sonntag, 05.02.2017, um 11.00 Uhr, bietet Hildenbrand unter dem Titel „Mit dem Künstler im Gespräch“ einen Rundgang durch die Ausstellung.

Tine Schumann

Tine Schumann

PULS
Zeichnung-Objekt-Installation

24.09.-06.11.2022

Tine Schumanns Arbeiten reflektieren die sich rasant verändernden Rahmenbedingungen unseres Lebens. Politische Lage, Technisierung und Klimawandel lassen uns unsere Gewohnheiten überdenken und drängen zum Handeln.

Wir Menschen sind private und gleichzeitig soziale und politische Individuen. Unser Puls hält uns am Leben, doch es gibt auch einen allgemeinen „Puls der Zeit“. Ein Tempo, das uns als Gesellschaft bestimmt. PULS nimmt den Betrachter mit in einen fabelhaften Dialog über Individuum, Umwelt und Gesellschaft.




Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 23. September 2022, 19 Uhr im Stadtmuseum Crailsheim

laden die Crailsheimer Kunstfreunde Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

Begrüßung
Jörg Steuler, Bürgermeister der Stadt Crailsheim
Manfred Koch, Vorsitzender der Crailsheimer Kunstfreunde

Einführung
Klaus Schmidt

Musik
Jochen Feucht

Öffnungszeiten des Stadtmuseums Crailsheim
Mi. 09.00-19.00 Uhr
Sa. 14.00-18.00 Uhr
So. 11.00-18.00 Uhr